Heutzutage ist Rauchen etwas total Natürliches geworden, eine soziale Geste, eine tägliche Angewohnheit. Obwohl die Schäden aufgrund von Tabakkonsum, wie beispielsweise das erhöhte Risiko auf Krebs oder einen Schlaganfall, bekannt sind und deutlich aufgezeigt werden, gibt es im Moment insgesamt 1,1 Milliarden Raucher weltweit. Dies entspricht fast einem Siebtel der Weltbevölkerung.

Aus diesem Grund wurden einige Gesetze erlassen, um den Konsum von Tabak zu reduzieren. Hierunter fallen zum Beispiel der Preisanstieg der Zigaretten oder die Vorschrift für neutrale Verpackungen, um den verkaufenden Unternehmen keinen Vorteil durch Werbung zu geben.

Trotzdem ist die Abhängigkeit eines der größten Probleme, weshalb es vielen Menschen schwerfällt, mit dem Rauchen aufzuhören. So kann es bei einem Stopp zu Entzugserscheinungen kommen, wie z.B. Reizbarkeit, Angstzustände, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, etc.

Cannabidiol als Lösung?

Laut einer aktuellen Studie kann CBD bzw. Cannabidiol (Bestandteil der Cannabispflanze) sehr nützlich sein, um Rauchen bzw. den Konsum von Zigaretten zu reduzieren. Die Studie [1], welche 2013 von Wissenschaftlern der klinischen Psychopharmakologie des University College London durchgeführt wurde, zeigt, wie das Endocannabinoid-System (ECS) in unserem Körper eine Rolle bei der Regulierung der Nikotinabhängigkeit spielen kann. In dieser Doppelblindstudie wurden 24 Personen, die mit dem Rauchen aufhören wollten, in zwei Gruppen unterteilt. Während die eine Gruppe ein Placebo inhalierte, bekam die andere Gruppe CBD. Die Teilnehmer sollten den Inhalator benutzen, sobald sie das Bedürfnis bekamen zu rauchen.

Nach einer Woche wurde festgestellt, dass die Gruppe mit CBD ihren Konsum um 40% reduzierte, indem sie 40% weniger Inhalator nutzten als die Gruppe mit dem Placebo.

Laut Dr. Morgan, welche die Studie durchgeführt hat, kann CBD bei Angstzuständen helfen, indem es Rauchern beim Entzug hilft, entspannter zu sein. Dabei beeinflusst CBD die Cannabinoid-Rezeptoren des ECS, welches einige Körperfunktionen reguliert. Auf diesem Weg beeinflusst das Cannabidiol die Adenosin Rezeptoren, welche für einen normalen und erholsamen Schlaf sorgen, sowie die Serotonin Rezeptoren, welche für unsere Stimmung und Angst verantwortlich sind.

Darüber hinaus ist es bekannt, dass CBD die Erinnerung beeinflusst. Sobald ein Raucher eine andere Person rauchen sieht, sendet sein Gehirn Glücksgefühle und Freude aus. CBD könnte diese Glücksgefühle eliminieren, die ein Raucher bekommt, wenn er jemanden anderen rauchen sieht.

Die Studie ist vielversprechend und überzeugt uns davon, dass CBD großes Potenzial hinsichtlich der Anti-Abhängigkeit von Nikotin hat.

CBD als Stopp von Cannabis?

CBD kann auch dabei helfen, Cannabiskonsum zu unterbinden. Cannabis ist eine interessante Pflanze, weil sie aus sich gegenseitig ausgleichenden Komponenten besteht. So ist es bekannt, dass CBD das Gegenmittel für Nebenwirkungen von THC ist. Ab einer bestimmten Dosierung reduziert CBD die Nebenwirkungen (z.B. ausgelöst durch psychoaktive Substanzen) von THC, manchmal können die Nebenwirkungen sogar komplett beseitigt werden. Dadurch kann Cannabidiol einen positiven Effekt für Menschen haben, welche abhängig von Cannabis sind, indem die Sucht verringert wird.

Die Ergebnisse einer in 2012 durchgeführten Case Study an der Universität Sao Paulo[2] weisen ähnliches auf. Die Toleranz für Cannabis und Entzugserscheinungen werden von der Desensibilisierung des Canabinoid-Rezeptors 1 ausgelöst, welcher vom THC angeregt wird. In der Studie wurde eine Frau, welche regelmäßig Cannabis konsumierte und Entzugserscheinungen bekam, 10 Tage lang mit CBD behandelt. Dabei fiel auf, dass die üblichen Entzugserscheinungen wie Hunger, Angstzustände, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen nicht mehr vorkamen.

[1] Morgan CJ et alt. Cannabidiol reduces cigarette consumption in tobacco smokers: preliminary findings. 2013. Clinical Psychopharmacology Unit, University College London, London, UK.

[2]Crippa JA et alt. Cannabidiol for the treatment of cannabis withdrawal syndrome: a case report. 2013. Department of Neuroscience and Behavior, Ribeirão Preto Medical School, University of São Paulo and INCT Translational Medicine (CNPq)-São Paulo, Brazil.

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Cannabidiol gegen Tabakvergiftungen
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Cannabidiol gegen Tabakvergiftungen
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Cannabidiol kann bei dem Entzug von Tabak- oder Cannabiskonsum helfen
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