Wir haben bereits über medizinisches Cannabis und Epilepsie gesprochen. Dieser Artikel befasst sich mit der Verwendung von medizinischem Cannabis zur Behandlung des Dravet-Syndroms, einer Form schwerer Epilepsie, mit Anzeichen, die bei Säuglingen unter einem Jahr auftreten.

Das Dravet-Syndrom beeinflusst das Wachstum des Erkrankten Menschen und führt zudem zu Krampfanfällen. Es ist üblich, dass die Betroffenen gegen Antiepileptika resistent sind, weshalb es so schwierig ist sie zu behandeln. Andere Symptome, die gewöhnlich mit dieser Krankheit verbunden sind, umfassen: häufige und anhaltende Krämpfe; verzögerte Entwicklung des Verhaltens; die Sprache; Wachstums- und Ernährungsprobleme.

Die Ursache des Dravet-Syndroms ist mit dem SCN1A-Gen verbunden. Wenn dieses Gen nicht normal funktioniert, hören die Natriumkanäle im Gehirn (die dem Gehirn helfen zu funktionieren) auf richtig zu funktionieren. Dies führt zu anhaltenden Krämpfen (von 2 Minuten oder länger). Das Dravet-Syndrom betrifft derzeit in 30.000 – 40.000 Menschen.

Studien zu medizinischem Cannabis zur Behandlung des Dravet-Syndroms

Kürzlich haben Forscher die Verwendung von therapeutischem Cannabis zur Behandlung des Dravet-Syndroms untersucht. Viele Studien haben gezeigt, dass Cannabinoide der Cannabis-Sativa-Pflanze (vor allem CBD und THC) positive Eigenschaften haben wie: antiepileptisch, krampflösend, entzündungshemmend und viele weitere.

In doppelblinden Studien wurde versucht herauszufinden, ob Cannabinoide die Intensität und Häufigkeit von Krämpfen bei Menschen mit dieser Art von Epilepsie reduzieren können. In einer Studie wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe von Patienten erhielt eine orale Lösung von Cannabidiol (20 mg CBD pro kg Körpergewicht), und die letztere nahm ein Placebo ein. Die Teilnehmer wurden genau beobachtet. Die Ergebnisse zeigten, dass die mittlere Konvulsionsfrequenz der Patienten, die CBD einnahmen, von 12,4 auf 5,9 sank, verglichen mit einer Abnahme von 14,9 auf 14,1 bei Patienten unter Placebo. Nach 14-wöchiger Studienzeit hatten 43% der CBD-Patienten eine 50% ige Reduktion der Konvulsionsfrequenz.

In New England zeigte eine andere Studie die Vorteile von Cannabidiol und dessen Fähigkeit, das tägliche Leben von Menschen mit Dravet-Syndrom zu verbessern. Bei den restlichen Prozent der Patienten, konnte eine Verringerung des Wiederauftretens und der Intensität der Krämpfe beobachtet werden.

Diese Studien haben die Vorteile von medizinischem Cannabis für die Behandlung des Dravet-Syndroms gezeigt. Eine Behandlung mit CBD, ist eine natürliche Behandlung, die keine Nebenwirkungen verursacht und die Symptome vieler anderer Krankheiten lindern kann. Hiervon berichteten auch einige Patienten, die sich einer Cannabinoid-Behandlung in der Kalapa-Clinic unterzogen haben.