Beim Ehlers-Danlos-Syndrom (EDS) handelt es sich um eine Gruppe erblicher genetischer Erkrankungen, die das Bindegewebe im menschlichen Körper betreffen. Dieses verrichtet unterstützende Aufgaben für das richtige Funktionieren unserer Knochen, Haut, Blut und einigen Organen.

Wenn Defekte in den zusammenarbeitenden Gruppen von Zellen auftreten, können Symptome der Erkrankung zum Vorschein kommen, die von leicht bis lebensbedrohlich reichen können. In Abhängigkeit von der Symptomatologie und den betroffenen Bereichen wird insgesamt zwischen 13 verschiedene Klassifikationen unterschieden, von denen folgende 6 die häufigsten sind:

  • Klassisches EDS (cEDS)
  • Hypermobiles EDS
  • Vaskuläres EDS (vEDS)
  • Kyphoskoliose EDS (kEDS)
  • Arthrochalasie EDS (aEDS)
  • Dermatosparaxis EDS (dEDS)

Eine Mutation in den folgenden Genen kann EDS verursachen: COL1A1, COL1A2, COL3A1, COL5A1 und COL6A2. Eine permanente Veränderung der Sequenzen des Genoms eines Organismus führt zu Defekten in der Architektur von Kollagen oder Proteinen, die mit diesem Biomolekül interagieren.

Ohne diese Hauptgrundbausteine ist das Bindegewebe viel schwächer und spiegelt das Vorhandensein eines ungewöhnlichen Zustands oder von Symptomen wider, die sehr unterschiedlich sind. Die häufigsten Symptome sind folgende:

Hypermobilität: Eine ungewöhnlich hohe Bewegungsfähigkeit der Gelenke. Diese bringt häufig andere Probleme mit sich, wie beispielsweise dem Risiko einer Gelenk-Verschiebung.

Hypotonie: Schwacher Muskeltonus. Hierbei reduziert sich die Muskelkraft, wodurch es zur schlechten Entwicklung wichtiger motorischer Fähigkeiten, wie z. B. dem Gehen, kommen kann.

Übermäßig weiche, elastische und empfindliche Haut: Die Empfindlichkeit kann zum Reißen der Haut führen, Wunden können sich wieder öffnen, Narben scheinen sich mit der Zeit zu dehnen und neue Wunden können sehr leicht entstehen. Betroffene können auch überschüssige und schlaffe Haut haben.

Kardiovaskulär: Blutgefäße können zufällig aufbrechen und verursachen innere Blutungen in den Organen wie dem Herzen.

Wirbelsäulenkrümmung: Die Wirbelsäule einer Person hat eine seitliche Krümmung.

Weitere Symptome können sein: Schwangerschaftskomplikationen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Erkrankungen und Nervenstörungen.

Cannabinoide und das Ehlers-Danlos Syndrom

In einer Studie, berichteten fast 90% der Betroffenen über eine Form von chronischen Schmerzen, am häufigsten in Fällen, in denen die Muskeln ständig angespannt waren, Gelenkentzündungen und sich wiederholende und unvorhersehbare Luxation oder Subluxation (partielle Luxation) auftraten.

Eine schwedische Forschergruppe berichtete, dass rund 75% der Patienten aufgrund ihrer Erkrankung Angstzustände und 25% Depressionen hatten. Es ist aktuell keine Heilmethode bekannt, es gibt jedoch Behandlungen, die eine weitere Verschlechterung verhindern und die Lebensqualität der Patienten verbessern. So können Schmerzmittel, Physiotherapien, orthopädische Instrumente und psychologische Therapien helfen.

Zudem kann eine Intervention mit Cannabinoiden eine Alternative sein, um Schmerzen, Angstzustände und Depressionen gleichzeitig zu behandeln. Die analgetischen, entzündungshemmenden, anxiolytischen und antipsychotischen Eigenschaften von Cannabidiol (CBD) wurden ausführlich untersucht. Dieses Cannabinoid gilt als sehr risikoarm und hat keine Nebenwirkungen. Außerdem kann ein auf Opioid basierendes Analgetikum bei der Einnahme von CBD abgesetzt oder reduziert werden, da die Wirksamkeit erhöht wird, wodurch Sucht, Toleranzbildung oder Leberschäden vermieden werden. Zudem wurde in einer brasilianischen Studie festgestellt, dass CBD fast alle Anzeichen einer allgemeinen Angststörung reduzieren kann.

Abgesehen von der medizinischen Forschung gibt es auch unzählige persönliche Erfahrungsberichte von vielen verschiedenen Ehlers-Danlos-Syndrom-Patienten, die ihre Erfahrungen mit medizinischem Cannabis geteilt haben. Diese anekdotenhaften Hinweise sollten nicht ignoriert werden, da niemand die Gefühle besser kennt als die Patienten selbst.

Abschließend lässt sich sagen, dass noch viel mehr Studien über die Behandlung des Ehlers-Danlos-Syndrom mit Cannabinoiden nötig sind. Betrachtet man einige spezifische Symptome, könnte CBD aufgrund seiner analgetischen, anxiolytischen und entzündungshemmenden Wirkungen eine hervorragende Hilfe für Betroffene sein.
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Behandlung von Symptomen beim Ehlers-Danlos-Syndrom
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Behandlung von Symptomen beim Ehlers-Danlos-Syndrom
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Die Symptome des Ehlers-Danlos-Syndroms sind schwerwiegend und es gibt keine Heilung für diese genetische Erkrankung. Eine Behandlung mit CBD kann jedoch aufgrund der analgetischen, anxiolytischen und entzündungshemmenden Wirkungen die Lebensqualität der Patienten verbessern.
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