Die Legalisierung von Cannabis für den medizinische Gebrauch ist bereits seit Jahrzehnten ein kontrovers diskutiertes Thema. Obwohl der therapeutische Gebrauch von Cannabis sich in vielen Ländern als effektiv herausgestellt hat, weigern sich manche Ländern den Konsum zu legalisieren. Nichtsdestotrotz hat die letzte UN Generalversammlung die Einstellung gegenüber dem medizinischen Nutzen von Cannabis zum Positiven verbessert.


Innerhalb der UN Versammlung hat Kanada seine Intention geäußert, Cannabis bis 2017 zu legalisieren. Mit dieser Entscheidung erweitern sie die Liste der Staaten, die Cannabis bereits legalisiert haben. In Amerika war Uruguay 2013 das erste Land in dem das Gesetz verabschiedet wurde, welches den Anbau, Konsum und Verkauf für kommerzielle Zwecke legalisiert. Kurz danach folgten die US-Staaten Colorado und Washington in 2014 und bis heute, haben sich 23 Staaten dazu entschieden, den medizinischen Gebrauch zu legalisieren.

Der Gebrauch von medizinischem Cannabis in Lateinamerika

Auch Mexiko eröffnet die Debatte über die Legalisierung von medizinischem Cannabis. Die Regierung hat bereits eine Online-Platform für die nationale Debatte über Marijuana eingerichtet und President Enrique Peña Nieto unterstützt die Regulierung, der UN Versammlung im letzten April, über medizinischem Marijuana. Kolumbien hat den therapeutischen Gebrauch von Cannabis durch ein Dekret im Mai legalisiert, als 4. Land in Lateinamerika (nach Uruguay, Puerto Rico und Chile) und erlaubt nun den autorisierten Anbau und Konsum von Marijuana für medizinischen und wissenschaftliche Zwecke.

Im Rest von Lateinamerika ist Cannabis immer noch illegal, auch wenn sein Konsum in Brasilien, Argentinien, Costa Rica, Ecuador, Mexiko, Peru und Venezuela entkriminalisiert wurde. Andere Ländern haben ein strikteres Gesetz und verbieten und verfolgen den Konsum und Anbau. Das ist der Fall in Bolivien, Cuba, El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Nicaragua, Panama, Paraguay und der Dominikanischen Republik.

Das sind nur einige Beispiele dafür, dass die Legalisierung einen medizinischen Gebrauch von Cannabis ermöglicht hat. Während in Amerika, viele Länder Cannabis gegenüber offen eingestellt sind, ist die Situation in Europa deutlich komplexer.

 

Die Regulierung von medizinischem Cannabis in Europa

Seit 2008 stellt Deutschland Lizenzen aus, die Cannabis für medizinische Zwecke erlauben können, wenn die Person schwerstkrank ist und andere Behandlungen nicht angeschlagen haben. Im Mai hat sich die Gesetzeslage in Deutschland dahin gehend geändert, dass Patienten mit chronischen oder tödlichen Erkrankungen Cannabis von ihrem Arzt verschrieben bekommen können.

In den Niederlanden ist der Kauf in kleinen Mengen bei lizensierten Coffeeshops und der Konsum legalisiert, aber die Behörden wollen in Zukunft die Lieferanten der Coffeeshops strenger kontrollieren. In Kopenhagen, Berlin und Köln gibt es lokale Vereine, die den Verkauf von Cannabis in Form von Nahrungsergänzungsmitteln promoten. Währenddessen möchten in Spanien und der Schweiz bereits regionale und lokale Behörden, die Existenz von Cannabis Clubs erlauben. San Sebastian ist die erste Region die die Existenz von Cannabis Clubs reguliert hat. Die Kampagne für diese Art von Clubs wurde sehr bekannt inn Belgien, Portugal, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.

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Medizinisches Cannabis in anderen Ländern

Letztes Jahr hat Mazedonien einen Gesetzesentwurf erstellt, der die Cannabis Therapien legalisieren soll. Die mazedonische Regierung hat jetzt angekündigt, dass sie die Versorgung mit medizinischem Cannabis für schwerkranke Menschen legalisieren wird.

Nach und nach verabschieden verschiedene Staaten weltweit, die vorher sehr strikt Cannabis verboten haben, Gesetze die den therapeutischen Konsum von medizinischen Cannabis für schwerkranke Menschen ermöglichen.

Quellenverzeichnis für Medizinischem Cannabis in der Welt

[1] BLICKMAN, TOM. Cannabis policy reform in Europe. Series on Legislative Reform of Drug Policies No. 28 December 2014