Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gab bekannt, dass Cannabidiol ab dem 1. Januar 2018 nicht mehr auf der Liste der verbotenen Substanzen stehen wird.

Die WADA wurde 1999 als internationale unabhängige Agentur gegründet, die sich auf wissenschaftliche Forschung, Bildung und der Entwicklung von Anti-Doping-Techniken konzentriert, sowie den Welt-Anti-Doping-Code (Code) überwacht. Der Kodex ist ein Dokument, das Anti-Doping-Richtlinien, Regeln und Vorschriften für jeden Sport in jedem Land zusammenfasst. Mehr als 600 Organisationen in der Sportbranche haben diesen Kodex akzeptiert und setzen ihn durch. [1]

Der Kodex unterliegt ständigen Erneuerungen. [2] Alle paar Jahre soll er überprüft und revidiert werden, sodass er immer auf dem neusten Stand der Drogenprüfungsrichtlinien, Prüfinstrumenten und Drogen an sich bleibt.

Die neueste Liste wurde am 29. September 2017 veröffentlicht, dessen Änderungen am 1. Januar 2018 wirksam werden sollen. Zu diesen Änderungen gehört auch die Entscheidung, Cannabidiol (CBD) von der Liste der verbotenen Substanzen zu nehmen. „Cannabidiol ist nicht mehr verboten […] Cannabidiol aus Cannabispflanzen kann jedoch auch unterschiedliche Konzentrationen an THC enthalten, sodass es bei zu starker THC-Konzentration verboten bleiben würde“.[3]

Die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD sind seit längerem bekannt und werden für professionelle Athleten, wie den UFC-Kämpfer Nate Diaz, immer mehr zu einer populären Alternative. [4] Im Vergleich zu Opioiden, hat es weniger Nebenwirkungen und macht nicht süchtig, selbst wenn es über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Zudem kann es die Erholungszeit eines Athleten erheblich reduzieren. Dies kommt zum einen durch die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD, aber auch von der Tatsache, dass es bei Schlafstörungen helfen kann (Schlaf ist für die Erholung von Sportlern sehr wichtig). Weiterhin kann CBD sogar dabei behilflich sein den Appetit zu steigern.

Die Änderung der Liste der verbotenen Substanzen bedeutet, dass Athleten von nun an, CBD als palliatives und entzündungshemmendes Mittel nutzen können, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass sie von ihrem Sport ausgeschlossen werden und von Nebenwirkungen oder süchtig machenden Eigenschaften betroffen sind.

[1] World Anti-Doping Agency. (2017). Who we are.

[2] World Anti-Doping Agency. (2017). The Code.

[3] World Anti-Doping Agency. (2017). Prohibited list 2018 summary of modifications

[4] Nagarkatte, P. Pandey, R. Rieder, S A. Hegde, V L. Nagarkatii, M. (2010). Cannabinoids as novel anti-inflammatory drugs.