Magersucht ist eine psychische Krankheit, welche durch übermäßigen Gewichtsverlust und eine verzerrte Eigenwahrnehmung des Körpers gekennzeichnet ist. Diese Störung verhindert das reibungslose Funktionieren des Körpers, da es zu einem Mangel von Flüssigkeiten, Vitaminen, Proteinen, Mineralien und anderen wichtigen Nährstoffen führen, was tödlich sein kann. Die medizinische Literatur besagt, dass die Verwendung von Cannabis eine sehr wichtige Rolle bei der Behandlung von Magersucht haben kann, da es auf das Endocannabinoid-System wirkt.

Patienten mit dieser Störung, haben große Probleme mit ihren Körperfunktionen. Eine Behandlung mit Cannabinoiden kann den Betroffenen helfen wieder zuzunehmen und einen Rückfall zu verhindern.

Bis jetzt haben sich die Mehrheit der Studien darauf konzentriert das Gewicht des Betroffenen zu stabilisieren, welche an Magersucht und Kachexie leiden, aufgrund von Krebs oder anderen Krankheiten. Dennoch, seitdem bekannt ist, dass medizinisches Cannabis eine alternative Behandlungsmethode ist, suchen wir nach neuen Studien, die andere Typen von Magersucht betreffen.

Magersucht behandeln: THC und medizinisches Cannabis

Eine Studie von der University of Cagliari in Italien, hat den Einfluss von Cannabinoid Rezeptoren CB1 und CB2 bei der Dämpfung der Hyperaktivität und dem folgenden Gewichtsverlust untersucht. Junge weibliche Ratten wurden benutzt, da 90% der magersüchtigen Patienten junge Mädchen sind. Kleine Mengen von THC wurden injiziert. Die Tiere machten eine strikte Diät, welche von Forschern kontrolliert wurde und benutzten ihr Laufrad. Somit bewegten sich die Ratten sehr viel, während sie schon durch die Diät viel Gewicht verloren.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigten, dass THC und andere synthetische Cannabinoide bei dem Gewichtsverlust helfen können, welches durch Magersucht ausgelöst wird. Ähnliche subchronische Behandlungen von THC haben gezeigt, dass sie die Einnahme von Rattenfutter an einem einzigen Tag stimulieren können. Cannabinoide haben auch gezeigt, dass sie die Zeit im Laufrad verringern können.

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Das Ergebnis dieser Untersuchung verstärkt den Bedarf von mehr Studien von Dronabinol Benutzern, welches ein synthetisches Cannabinoid. Obwohl nur Frauen in der Untersuchung teilgenommen haben, fand man heraus, dass sie ein halbes Kilo zunehmen konnten, wenn ihnen Dronabinol verabreicht wurde. Dies ist eine relativ hohe Zahl, im Vergleich zu 0,34kg, die jene zunahmen, denen ein Placebo verabreicht wurde. Außerdem sagten die Patienten, dass sie keine Art von sekundären psychotischen Effekten erfuhren.[2][3]

Trotz dieser Studien und dem Fakt, dass eine Benutzung von medizinischem Cannabis für eine Appetitssteigerung sorgt, aufgrund von den Effekten, die von Cannabinoiden ausgelöst werden, schon seit mehreren Jahren bekannt ist[4], ist es nötig weitere Forschung zu betreiben. Medizinisches Cannabis könnte eine alternative Behandlungsmethode sein, aber die Ergebnisse dieser Studien wurden noch nicht auf Männer und Frauen angewendet.

[1] Scherma, M., Satta, V., Collu, R., Boi, M. F., Usai, P., Fratta, W., & Fadda, P. (2017). Cannabinoid CB1/CB2 receptor agonists attenuate hyperactivity and body weight loss in a rat model of activity‐based anorexia. British Journal of Pharmacology

[2] Andries, A., Frystyk, J., Flyvbjerg, A., & Støving, R. K. (2014). Dronabinol in severe, enduring anorexia nervosa: a randomized controlled trial. International Journal of Eating Disorders, 47(1), 18-23

[3] Andries, A., Gram, B., & Støving, R. K. (2015). Effect of dronabinol therapy on physical activity in anorexia nervosa: a randomised, controlled trial. Eating and Weight Disorders-Studies on Anorexia, Bulimia and Obesity, 20(1), 13-21.

[4] Yale University. (2015, February 18). Mulling the marijuana munchies: How the brain flips the hunger switch. ScienceDaily.