In Deutschland leiden ungefähr zehn Prozent der Bevölkerung unter Migräne. Es handelt sich hierbei um eine neurologische Krankheit, die in unregelmäßigen Zeitabständen wiederkehrt und für Betroffene sehr belastend ist. Während einige Betroffene lediglich ein- oder zweimal im Jahr unter einer Migräneattacke leiden, tritt sie bei anderen Betroffenen mehrmals im Monat auf.

Verschiedene Studien konnten zeigen, dass das Endocannabinoid-System an der zentralen Schmerzverarbeitung des menschlichen Körpers beteiligt ist (1). So könnte die Ursache von Schmerzen ein zeitweises oder dauerhaftes Ungleichgewicht im Endocannabinoid-System sein. Insofern könnte eine Therapie mit Cannabinoiden wie Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) sowie anderen Cannabinoiden und Inhaltsstoffen aus der Cannabispflanze eine Alternative zu herkömmlichen Schmerzmitteln sein. Bevor auf die Studienlage näher eingegangen wird, erfolgt zunächst ein Blick auf das Krankheitsbild.

Welche Migränearten gibt es?

Mediziner unterscheiden verschiedene Migränearten. Hierzu gehören unter anderem:

Die Migräne ohne Aura kommt am häufigsten vor und zeigt sich in Form von plötzlich auftretenden einseitigen Kopfschmerzen, die durch körperliche Aktivitäten verstärkt werden. Zusätzlich können Symptome wie Übelkeit sowie Lärm- und Lichtempfindlichkeit auftreten. Meist dauert eine einzelne Attacke zwischen 4 und 72 Stunden an. Von einem Status migränosus sprechen Mediziner, wenn die Kopfschmerzattacke länger als 72 Stunden anhält. In diesem Fall muss eine ärztliche Behandlung erfolgen.

Wenn vor der Kopfschmerzphase neurologische Symptome auftreten, handelt es sich um eine Migräne mit Aura (Migraine accompagnée). Betroffene leiden unter Sehstörungen wie Flimmern, Lichtblitze oder das Sehen von gezackten Linien. Weitere neurologische Symptome sind Missempfindungen der Haut, Sprachschwierigkeiten, Unwohlsein und Schwindel.

Die Aura-Phase hält ungefähr eine halbe bis eine Stunde an. Als Ursache der Aura wird eine vorübergehende Minderdurchblutung im Gehirn angenommen. Diese entsteht vermutlich durch einen Gefäßkrampf in einem bestimmten Gehirnareal. Nach der Aura-Phase treten dann die migränetypischen Kopfschmerzen auf.

Sollten jedoch keine Kopfschmerzen auftreten, handelt es sich vermutlich um eine sogenannte Migraine sans migraine, also eine Aura ohne Kopfschmerzen, bzw. bezeichnen Mediziner diese Migräneform auch als Augen-Migräne.

Unterformen der Migräne mit Aura sind:

  • Hemiplegische Migräne („komplizierte Migräne“): Betroffene leiden unter Bewegungseinschränkungen und können zum Beispiel bestimmte Gliedmaßen nicht mehr bewegen, wobei die Symptome in der Regel nach etwa einer Stunde wieder verschwinden.
  • Basiläre Migräne: Unter dieser Migräneform leiden vor allem junge Erwachsene. Dabei treten die Kopfschmerzen am Hinterhaupt auf. Weitere Symptome können Sprach-, Seh- und Bewegungsstörungen, Hörminderung, Schwindel, Missempfindungen und Bewusstseinsstörungen sein.

Darüber hinaus gibt es seltene Migräneformen der Augen. Hierzu gehören die opthalmoplegische und die retinale Migräne, bei denen Sehstörungen im Vordergrund stehen.

Unterschied zwischen Aura und Schlaganfall

Ein Schlaganfall geht mit ähnlichen Symptomen wie die Aura einher. Während die Symptome bei einem Schlaganfall jedoch plötzlich auftreten, beginnt die Aura schleichend und nimmt dann langsam an Intensität zu.

Weitere Migräneformen

Etwa sieben Prozent aller Migränepatientinnen leiden unter der menstruellen Migräne, die ungefähr zwei Tage vor oder zwei Tage nach der Menstruation auftritt. Kurz davor fällt der Östrogenspiegel stark ab. Dies könnte die Ursache der Kopfschmerzen mit oder ohne Aura sein.

In der Regel treten akute Migräneattacken für wenige Stunden oder Tage auf. Dazwischen sind die Patienten symptomfrei. Wenn Patienten in einem Zeitraum von drei Monaten mehr als 15 Tage in einem Monat unter Migräneattacken leiden, gehen Mediziner von einer chronischen Migräne aus.

Eine weitere Migräneform ist die abdominelle Migräne, diese betrifft vorwiegend Kinder. Hier treten meist keine Kopfschmerzen auf, sondern dumpfe Schmerzen rund um den Bauchnabel. Oftmals klagen Kinder dann über weitere Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Als Migräne-Auslöser nehmen Mediziner Stress bzw. seelische Belastungen an.

Dann gibt es noch die vestibuläre Migräne, bei der das Gleichgewichtssystem betroffen ist. Im Vordergrund stehen Gleichgewichtsstörungen und Schwindel. Kopfschmerzen sind hingegen in der Regel nur leicht spürbar.

Migräne: Symptome in vier Phasen

Eine Migräne-Attacke wird in die vier Stadien Vorphase (Prodromalstadium), Aura-Phase, Kopfschmerzphase und Rückbildungsphase mit verschiedenen Symptomen eingeteilt, wobei jede Phase unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Außerdem durchläuft nicht jeder Betroffene auch alle Phasen. Folgende Symptome können in den Stadien auftreten:

  • Vorphase: Bei vielen Patienten kündigt sich eine Migräne-Attacke bereits einige Stunden oder auch Tage zuvor durch Beschwerden wie Reizbarkeit, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit oder Heißhungerattacken, Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben sowie mit häufigem Gähnen an.
  • Aura-Phase: Hier leiden Patienten unter Sehstörungen wie Zickzacklinien oder Lichtblitze im Gesichtsfeld. Auch können Gesichtsfeldausfälle mit grauen oder schwarzen Flecken im Sichtfeld (negatives Skotom) oder optische Halluzinationen (positives Skotom) auftreten. Weitere mögliche Symptome können Lähmungserscheinungen oder Kribbeln in Armen und Beinen sein.
  • Kopfschmerzphase: Die Kopfschmerzen können einige Stunden, aber auch Tage andauern. Dabei können sowohl die Schmerzintensität als auch die Dauer von Anfall zu Anfall variieren. Betroffene klagen über einen starken einseitigen Schmerz in einer bestimmten Kopfregion (z. B. hinter den Augen, hinter der Stirn oder an den Schläfen). Häufige Begleitsymptome sind Übelkeit und Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit
  • Rückbildungsphase: Die Beschwerden klingen in dieser Phase langsam ab. Oftmals fühlen sich Betroffene nach einer Migräneattacke erschöpft, müde und reizbar. Hinzu kommen Appetitlosigkeit und Konzentrationsstörungen.

Was ist die Ursache eines Migräneanfalls?

Als Ursache eines Migräneanfalls werden unterschiedliche Faktoren diskutiert. Neben genetischen Faktoren könnte eine Durchblutungsstörung in Kombination mit einer Fehlfunktion des Botenstoff-Haushaltes im Gehirn ursächlich sein. Dabei scheint insbesondere der Botenstoff Serotonin („Glückshormon“) eine wichtige Rolle zu spielen. Denn er vermittelt bestimmte Informationen von einer Nervenzelle zur anderen Nervenzelle oder aber auch zu anderen Organen. Abschließend ist die Wirkung von Serotonin bei einem Migräneanfall aber noch nicht geklärt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass der Botenstoff im Gehirn (zentrales Serotonin) und außerhalb des Gehirns (peripheres Serotonin) eine Rolle spielt. Verschiebt sich nun diese Balance in diesen Wirkorten, könnte hierdurch ein Migräneanfall ausgelöst werden.

In einigen Gehirnarealen lassen sich während einer Aura Durchblutungsstörungen nachweisen, bzw. sind die Gefäße im betroffenen Bereich verengt. Der Grund hierfür könnte ein zu hoher Serotonin-Spiegel sein.

Was sind Migräne-Auslöser?

Zwar sind die Ursachen der Erkrankung noch nicht geklärt, dafür sind Triggerfaktoren bekannt, die eine Attacke auslösen können. Welche Trigger das im Einzelfall sind, ist individuell verschieden. Mögliche Trigger können sein:

  • Stress und emotionale Belastungen
  • Reizüberflutung
  • Wetterumschwung
  • Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus
  • bestimmte Nahrungsmittel (z. B. Zitrusfrüchte oder tyraminhaltige Nahrungsmittel wie Schokolade, Bananen oder Rotwein)
  • bestimmte Genussmittel (z. B. Nikotin oder Alkohol)
  • Schwankungen im Hormonhaushalt
  • hormonelle Verhütungspräparate (z. B. Antibabypille)

Um die individuellen Triggerfaktoren herauszufinden, sollten Patienten ein Migräne-Tagebuch führen. Denn in den Einträgen (Datum, Tageszeit, Dauer sowie Stärke der Kopfschmerzen) lässt sich oftmals ein Muster erkennen.

Nicht-medikamentöse Therapie von Migräne

Betroffene können sehr viel selbst tun, um Migräneanfälle zu vermeiden. Zu diesen Maßnahmen gehört vor allem die Vermeidung von Triggerfaktoren. Ebenso hilfreich ist es, Stress zu reduzieren, eine Entspannungstechnik (z. B. autogenes Training) zu erlernen und eine kognitive Verhaltenstherapie in Anspruch zu nehmen. Mithilfe des Therapeuten lernen die Patienten, belastende und negative Denkmuster zu durchbrechen.

Therapie mit Medikamenten

Bei der medikamentösen Therapie von Migräne können folgende Medikamente bzw. Wirkstoffe zum Einsatz kommen:

  • Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, Paracetamol, Naproxen und Acetylsalicylsäure (ASS) eigenen sich bei leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt die Dreierkombination aus Paracetamol, ASS und Koffein als Mittel der ersten Wahl.
  • Bei starker Migräne kommen Triptane (z. B. Zolmitriptan oder Sumatriptan) zur Anwendung. Es handelt sich bei diesen Wirkstoffen um Serotonin-Rezeptor-Agonisten, die wie der Botenstoff Serotonin im Gehirn an dieselben Rezeptoren binden. Infolge dessen kann der Botenstoff nicht mehr an diesen Rezeptoren andocken, was die Schmerzen und die Übelkeit lindern. Außerdem sorgen Triptane dafür, dass sich die Blutgefäße im Gehirn verengen, was ebenfalls die Kopfschmerzen abschwächen kann. Vor der Einnahme von Triptane ist eine ärztliche Beratung notwendig, da diese Medikamente bei verschiedenen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder koronarer Herzerkrankung nicht eingenommen werden dürfen.
  • Mutterkornalkaloide (Ergotamine) erhalten Patienten in der Regel nur dann, wenn die Migräne-Attacke besonders lange anhält oder aber andere Medikamente nicht wirksam sind. Ergotamine können starke Nebenwirkungen hervorrufen und dürfen von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht eingenommen werden.

Maßnahmen im Akutfall und Prophylaxe

Bei den ersten Anzeichen kann es helfen, sich in einen abgedunkelten Raum zurückzuziehen und alle Geräuschquellen wie Fernseher oder Smartphone auszuschalten. Manchmal lässt sich ein Anfall auch stoppen, wenn frühzeitig ein Schmerzmittel eingenommen wird. Wichtig ist hier aber, dass Schmerzmedikamente nicht zu häufig eingenommen werden. Denn es besteht die Gefahr, dass die Medikamente selbst zum Auslöser werden (medikamenteninduzierter Kopfschmerz).

Zur vorbeugenden Behandlung stehen folgende Arzneimittel zur Verfügung:

Migräneprophylaktika der ersten Wahl:

  • Antikonvulsiva wie Valproinsäure oder Topiramat
  • Betablocker wie Propranolol oder Metoprolol
  • Trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin
  • Kalzium-Antagonisten wie Flunarizin

Migräneprophylaktika der zweiten Wahl:

  • Antidepressiva (SNRI) wie Venlafaxin
  • Antiepileptika wie Gabapentin
  • Vitamin B2 und Magnesium (Riboflavin) in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und Beerenextrakten

Welche Rolle spielt das Endocannabinoid-System bei Migräne?

Klinische und experimentelle Studien lassen die Vermutung zu, dass eine Fehlregulation im Endocannabinoid-System, bzw. ein Mangel an körpereigenen Cannabinoiden (Endocannabinoide) eine Migräne auslösen könnten (2).

So war bei einer Gruppe von Migränepatienten die Menge des körpereigenen Cannabinoids Anandamid, das vom Körper nach Bedarf produziert wird, verringert. Anandamid wird dann durch das Enzym FAAH (fatty acid amide hydrolase) abgebaut.

Es ist allerdings noch unklar, ob der Körper bei Migränepatienten einfach zu wenig Anandamid herstellt oder aber das FAAH zu schnell das Endocannabinoid abbaut.

Studien zu Migräne und einer Behandlung mit medizinischem Cannabis

Italienische Forscher untersuchten, ob sich medizinische Cannabinoide zur Prophylaxe oder Akutbehandlung von Migräne eignen (3). Insgesamt nahmen 48 Probanden mit Migräne an dieser Untersuchung teil, die zu Beginn zwei verschiedene Cannabis-Präparate bekamen. Während das erste Präparat 19 Prozent Tetrahydrocannabinol (THC) enthielt, wies das zweite Präparat 9 Prozent des nicht berauschenden Cannabinoids Cannabidiol (CBD) auf. Die Dosierung von unter jeweils 100 Milligramm zeigte jedoch keine Wirkung. Erst ab 200 Milligramm zeigten die Präparate eine schmerzlindernde Wirkung.

In der zweiten Studienphase erhielten die Teilnehmer zur Prophylaxe drei Monate lang entweder das tryzyklische Antidepressivum Amitriptylin (25 Milligramm pro Tag) oder eine Kombination aus THC und CBD (200 Milligramm pro Tag). Bei akuten Kopfschmerzen nahmen die Probanden weitere 200 Milligramm THC-CBD ein.

Im Ergebnis heißt es, dass sich die Häufigkeit der Migräneattacken unter der Cannabis-Behandlung um 40,4 Prozent verringerte und unter der Amitriptylin-Behandlung um 40,1 Prozent. Interessant ist hier, dass die Cannabinoide THC und CBD die Schmerzintensität um 43,5 Prozent senkte.

In der Zusammenfassung erklärten die Forscher, dass medizinisches Cannabis zur Vorbeugung von Migräne eine alternative Therapie sein könnte.

Im Rahmen einer aktuellen Studie aus dem Jahr 2019 wollten Forscher herausfinden, ob das Inhalieren von Cannabis Migräne und Kopfschmerzen verringern kann, und ob das Geschlecht, Art des Cannabis (Konzentrat vs. Blüte), Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), Cannabidiol (CBD) oder die Dosierung zu Veränderungen in diesen Bewertungen beitragen (4).

Die Daten gewannen die Forscher aus der medizinischen Cannabis-App Strainprint. Patienten haben hier die Möglichkeit, ihre Beschwerden vor und nach der Anwendung unterschiedlicher Cannabis-Stämme und Dosen zu verfolgen. Analysiert wurden Daten aus 12.293 Sitzungen, in denen Cannabis zur Therapie von Kopfschmerzen und 7.441 Sitzungen zur Migränebehandlung verwendet wurden.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Kopfschmerz- und Migränewerte nach dem Cannabiskonsum signifikant sanken. Dabei berichteten Männer über einen stärkeren Rückgang der Kopfschmerzen als Frauen. Außerdem ging die Verwendung von Konzentraten mit einem stärkeren Rückgang der Kopfschmerzen einher als die Verwendung von Cannabisblüten.

Weiter heißt es, dass inhalierter Cannabis die Schwere der Kopfschmerzen und Migräne um rund 50 Prozent reduzierte. Allerdings scheint die Wirkung im Laufe der Zeit nachzulassen, sodass die Patienten die Dosierung erhöhen mussten. Dies deutet darauf hin, dass sich bei fortgesetztem Konsum eine Toleranz gegenüber der Wirkung entwickeln könnte.

Fazit

Es existieren leider kaum klinische Studien, die eine eindeutige Evidenz für eine Therapie mit cannabisbasierten Arzneimitteln bei einem Migräneanfall belegen. Allerdings berichten zahlreiche Migräniker von einer positiven Wirkung, bzw. eine Linderung der Schmerzen. Auch die Häufigkeit der Migräneanfälle scheint sich durch die Verwendung von THC und CBD zu reduzieren. Aus Erfahrungsberichten ist auch bekannt, dass sich die Einnahme von frei käuflichen CBD-Öls positiv auf die Krankheit auswirken kann.

Um die tatsächliche Wirkung besser beurteilen zu können, und um festzustellen, welche Cannabispräparate in welcher Dosis geeignet sind, müssen noch randomisierte und placebo-kontrollierte Studien durchgeführt werden.

(1) Schneider, U., Seifert, J., Karst, M. et al.Das endogene Cannabinoidsystem. Nervenarzt 76, 1062–1076 (2005). https://doi.org/10.1007/s00115-005-1888-7

(2) Greco R, Demartini C, Zanaboni AM, Piomelli D, Tassorelli C. Endocannabinoid System and Migraine Pain: An Update. Front Neurosci. 2018;12:172. Published 2018 Mar 19. doi:10.3389/fnins.2018.00172

(3) Bryson C. Lochte, Alexander Beletsky, Nebiyou K. Samuel, Igor Grant, The Use of Cannabis for Headache Disorders, Cannabis Cannabinoid Res. 2017; 2(1): 61–71. Published online 2017 Apr 1. doi: 10.1089/can.2016.0033

(4) Cuttler C, Spradlin A, Cleveland MJ, Craft RM. Short- and Long-Term Effects of Cannabis on Headache and Migraine [published online ahead of print, 2019 Nov 9]. J Pain. 2019;S1526-5900(19)30848-X. doi:10.1016/j.jpain.2019.11.001