Das Endocannabinoid System ist ein Neurotransmission System, welches in verschiedenen Bereichen und Geweben des Körpers, sowie bei den meisten Säugetieren, vorhanden ist. Cannabinoid Rezeptoren machen den größte Teil des Endocannabinoidsystems aus. Sie sind für die Regulierung von verschiedenen metabolischen Vorgängen verantwortlich, welche unabdinglich für die normale Funktion des Körpers sind.

Eine Studie von 2016 im Cornell Medical College, New York, fokussierte sich darauf herauszufinden, ob das Endocannabinoidsystem ein Regulator der Immunhomöostase im Darm ist, da bekannt ist, dass es durch zentrale und periphere Mechanismen zur Regulierung der Nahrungsaufnahme beiträgt. Die Immunhomöostase im Darm reguliert die Körperfunktionen, und wenn diese normal funktionieren, ist sie wichtig für die Bekämpfung von Infektionen. Die Studie wurde, aufgrund ihrer ähnlichen Physiologie zum Menschen, an Mäusen durchgeführt, sodass die Ergebnisse auch auf Menschen bezogen werden können.

Die wesentlichen Entdeckungen waren, dass Cannabinoide, welche von externen Faktoren außerhalb des Körpers, wie beispielsweise der Cannabis Pflanze gewonnen werden, die gleichen Rezeptoren der Cannabinoide benutzen, welche im Körper als Anandamid, oder auch als AEA bekannt sind. AEA ist verantwortlich für die Kontrolle von Darmaktivitäten, wie Appetit und der Balance (Immunhomöostase)zuständig, indem es mit dem Nervensystem durch die Cannabinoid Rezeptoren interagiert. AEA trägt entscheidend zum Prozess der Bildung von Makrophagen bei (Zellen, die Infektionen und Krankheitserreger bekämpfen). Die Ergebnisse zeigten auch, dass es eine signifikante Beziehung zwischen den Rollen von CP, AEA, TRPV1 und CB2 gibt. Sie fanden heraus, dass, wenn CP und AEA oral verabreicht wurden, es zu einer Erhöhung der Anzahl der aktiven CX3CR1hi Mφ führt.

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Eine weitere Studie, die in den frühen 2004er Jahren durchgeführt wurde, konzentrierte sich auf die Analyse der Beteiligung des Endocannabinoidsystems bei der Entwicklung der experimentellen Kolitis bei Mäusen. Bei einigen Mäuse wurden die CB1-Rezeptoren chirurgisch entfernt, als Folge davon waren die Mäuse empfindlicher gegenüber entzündlichen Reizen, was darauf hindeutet, dass CB1-Rezeptoren eine schützende Rolle bei Entzündungen spielen. Nach 24 Stunden DNBS-Behandlung wurde die Schutzrolle des Endocannabinoidsystems deutlicher. Die Daten der Studie zeigten, dass die Aktivierung der CB1-Rezeptoren und des Endocannabinoidsystems während der frühen Stadien ein wichtiger physiologischer Schritt des Selbstschutzes des Darms ist gegen Entzündungen.

Beide Studien konnten zeigen, dass das Endocannabinoidsystem und die CB1- und CB2-Rezeptoren eine große Rolle im Immunsystem des Magens spielen und ihn weniger anfällig für entzündliche Reize machen. Die Ergebnisse der Studien deuten darauf hin, dass es eine Beziehung zwischen Immuntoleranz und der Energie durch diese beiden Hautrezeptoren und den endogenen Liganden geben könnte.