Der Schmerz, der durch Endometriose ausgelöst wird, ist sehr komplex: Er kann entweder als nozizeptiv, entzündlich oder neuropathisch kategorisiert werden. Frauen die an Endometriose erkrankt sind, leiden unter verschiedenen psychologischen und physiologischen Beeinträchtigungen, die teilweise sehr schmerzhaft sein können.

Eine zunehmende Anzahl von Studien untersuchen das Endocannabinoid System und wie es mit gewissen Organen interagiert. Das System besteht aus einer Gruppe von Cannabinoid Rezeptoren, die hauptsächlich im Gehirn oder im peripheren Nervensystem zu finden sind. Diese Rezeptoren beeinflussen physiologische Empfinden wie Schmerz, den Appetit, das Gedächtnis und psychoaktive Effekte, induziert durch das THC der Cannabis Pflanze.

Es wurde bestätigt, dass das Endocannabinoid System mit Mechanismen, die das Schmerzempfinden regulieren, interagiert, was zu der Annahme führen kann, dass es die Schmerzen, ausgelöst durch Endometriose, lindern kann.

Eine Studie die in Israel im April 2017 durchgeführt wurde, sammelte ältere Studien mit zu den Themen “Endometriose”, “Cannabinoid Rezeptoren”, “THC” und “Schmerzmechanismen”. Die Studie beobachtete die Wirkungsweisen der CB1 Rezeptoren im Uterus und anderen nicht reproduktiven Geweben, und die der CB2 Rezeptoren im Immunsystem und dem Darm. Die Sammlung der Studien bestätigt, dass menschliche, befruchtete Eizellen mit CB1 und CB2 Rezeptoren interagieren, abhängig von dem Reifestadium der Eizelle. Die Stärke der Interaktion ist abhängig von dem Menstruationszyklus der Frau.

Die Studie betrachtet Endometriose als Mangel des Endocannabinoidsystemes, welcher den Schmerz erklärt, der von Frauen mit dieser Krankheit erlebt wird. Infolgedessen haben die Frauen, die unter Endometriose leiden, niedrigere Mengen an CB1-Rezeptoren in ihren endometrialen Geweben, was den Schmerz erhöht. Diese Befunde zeigen, dass, wenn die Rezeptoren aktiviert sind, die Schmerzen, die durch Endometriose verursacht wurden, wie Dysmenorrhoe, Dyspareunie oder Beckenschmerzen, reduziert werden konnten.