In der Vergangenheit gab es eine Reihe von CBD-Öl-Produzenten, die ihre Produkte falsch bezeichnet haben. Eine Studie schätzt, dass fast 70% aller Online verkauften CBD-Produkte falsch gekennzeichnet werden.[1] Dies kann schnell zu Missverständnissen führen und der eigentliche therapeutische Nutzen könnte unbeachtet bleiben. Das Ziel dieses Artikels ist es, aufzuzeigen, worauf bei der Kaufentscheidung von CBD-Produkten geachtet werden sollte. Häufig beinhalten CBD-Produkte Fehler bezüglich der Rechtschreibung oder Angaben zu den Zutaten und Nährstoffen. Außerdem wird der therapeutische Nutzen der Produkte oftmals übertrieben dargestellt, sodass die medizinische Legitimität der Produkte verloren geht.

CBD (Cannabidiol) ist eine der am häufigsten in der Cannabispflanze vorkommende Komponente. In den letzten Jahren hat die Popularität von CBD stark zugenommen. Der Grund hierfür liegt unter anderem darin, dass es aufgrund seiner entzündungshemmenden und analgetischen Eigenschaften für viele Krankheiten zur alternativen Behandlung eingesetzt werden kann.[2]

Wurde es eine Qualitätskontrolle unterzogen?

Das erste, was Sie über das von Ihnen gewählte Produkt herausfinden müssen, ist, ob es einer Qualitätskontrolle unterzogen wurde. Wenn Sie CBD zur Behandlung einsetzen möchten, sollten Sie sicherstellen, dass Sie ein qualitativ hochwertiges CBD-Öl nutzen. Die meisten Hersteller, die nichts zu verbergen haben, haben einen Abschnitt auf ihrer Website, der ihre Laborverfahren erklärt. Jede Öl-Charge kann sehr unterschiedlich ausfallen, daher ist es wichtig, dass jede Charge auf Qualität und Reinheit geprüft wird. Es ist besser, wenn dies von einer externen Gruppe getan wird, da Interessenkonflikte auf diese Weise vermieden werden können.

Wie hoch ist der CBD-Gehalt?

Es könnte angenommen werden, dass überall wo „CBD“ draufsteht, auch CBD drin ist. Dies ist allerdings nicht immer der Fall. Im Jahr 2015 hat die U.S Food and Drug Administration (FDA) 24 Produkte verschiedener Hersteller untersucht, die als CBD-haltiges-Produkt beworben wurden.[3] Sie fanden heraus, dass nur zwei der Produkte, auch den angegebenen Prozentsatz an CBD in der Flasche enthielten. Der CBD-Gehalt der restlichen Produkte hatte entweder einen geringeren CBD-Gehalt als angegeben oder es war überhaupt kein CBD in der Flasche vorzufinden. Beispielsweise gab ein CBD-Öl-Hersteller an, dass ihr Produkt 21% CBD enthält, obwohl das Öl keine Spur von Cannabinoiden aufwies. Eine Möglichkeit, herauszufinden, ob das gewählte Öl tatsächlich auch CBD enthält, besteht darin, den Hersteller nach den Ergebnissen des Labortests zu fragen. Jeder Hersteller, der sich seines Produktes sicher ist, wird diese gerne auf seiner Website veröffentlichen oder Ihnen auf Anfrage zusenden.

Woher stammt das Produkt?

Jeder Produzent wird seine Präferenz als CBD-Quelle haben. Manche Hersteller extrahieren das CBD aus gewöhnlichen Cannabispflanzen, andere wiederum extrahieren es aus Nutzhanf. Unabhängig davon ist es wichtig zu wissen, ob das Hanf aus dem organischem Anbau stammt und, dass es nicht gentechnisch verändert wurde (Nicht-GVO). Darüber hinaus sollte die Pflanze ohne Pestizide, Herbizide, Kunstdünger oder andere künstliche oder schädliche Chemikalien angebaut worden sein. Wenn das Produkt 100% organisch ist, sollte es in frei von toxischen Stoffen sein.

Wie wurde es extrahiert?

Als Extraktion wird der Prozess bezeichnet, der CBD aus der Pflanze zieht. Dies kann auf verschiedene Arten mit Butan (BHO), Hexan, Propan oder anderen Kohlenwasserstoffen geschehen. Das Problem bei der Verwendung dieser schädlichen Chemikalien ist, dass, wenn das extrahierte CBD nicht vernünftig gereinigt wurde, es Spuren von Chemikalien im Öl hinterlässt, die für den Körper schädlich sein können. Die saubersten Extraktionen werden mit Ethanol oder sogar noch besser mit organischen Ethanol durchgeführt. Überprüfen Sie dies immer auf der Webseite des Anbieters und entscheiden sie sich möglichst für die sauberste Option.

Glauben Sie nicht alles, was sie Ihnen erzählt wird

Viele CBD-Produzenten bewerben ihre Öle auf übertriebene Art und Weise. Es ist eine beliebte Marketing-Strategie, das CBD-Öl als „Wundermittel“ zu bewerben. So wird beispielsweise häufig behauptet, dass es Krebs komplett heilen kann. Bisherige Forschungen zeigen zwar, dass CBD viel Potenzial hat, die Symptome vieler Krankheiten zu lindern, wodurch die Lebensqualität der Patienten verbessert werden kann, allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass CBD Krankheiten komplett heilen kann. Alle Produkte, die behaupten, das CBD „das“ Heilmittel ist, sind perfekte Beispiele für falsche Werbung.

Abschließend sollte noch erwähnt werden, dass das billigste CBD-Öl nicht automatisch auch das Beste ist. Der gesamte Herstellungsprozess (Anbau, Extraktion und Reinigung) muss ordnungsgemäß durchgeführt werden. So wird ein Produkt von Qualität seinen Preis haben.

Einer der besten Tipps, wenn es darum geht CBD-Öl zu kaufen, ist es, Vergleiche zu ziehen. Um sicherzugehen, dass Sie ein CBD-Öl kaufen, welches Ihren Bedürfnissen entspricht und von hoher Qualität ist, sollten Sie verschiedene Hersteller, Marken und Unternehmen, miteinander vergleichen. Mit diesem Vergleich können Sie zwischen verschiedenen CBD-Ölen unter Berücksichtigung von Faktoren wie Qualität, Verfügbarkeit, Zertifikaten, Preis oder sogar Kundenbewertungen wählen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es viele Unternehmen gibt, die falsche Behauptungen anstellen, mit dem Zweck schnelles Geld zu verdienen. Allerdings scheinen sie sich nicht darum zu kümmern, was ihre Kunden zu sich nehmen. Ein Markt der mit „gefälschten“ Produkten gesättigt ist, macht die Suche für den Kunden nach einem guten CBD-Produkt ziemlich schwierig. Wir können ihnen deshalb nur empfehlen, vor dem Kauf, unsere 5 Punkte zu berücksichtigen. Falls Sie weitere Bedenken haben, wenden Sie sich an einen Spezialisten.

 

[1] Pennmedicine.org. (2017). Penn Study Shows Nearly 70 Percent of Cannabidiol Extracts Sold Online Are Mislabeled – PR News. [online] [Accessed 15 Nov. 2017].

[2] Couch, D., Tasker, C., Theophilidou, E., Lund, J. and O’Sullivan, S. (2017). Cannabidiol and palmitoylethanolamide are anti-inflammatory in the acutely inflamed human colonClinical Science, [online] 131(21). [Accessed 15 Nov. 2017].

[3] Fda.gov. (2015). Warning Letters and Test Results for Cannabidiol-Related Products. [online] [Accessed 15 Nov. 2017].