Cannabinoide und ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine neurobiologische Störung, die sich weltweit auf mehr als 5,29% Kinder auswirkt. Sie zeichnet sich bei Betroffenen unter anderem durch impulsives Verhalten, einen zerstreuten Verstand (leicht, mittel oder schwer), eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, unruhiges Verhalten und emotionale Instabilität aus.

Es kann zwischen drei Arten von ADHS unterschieden werden:

  • Überwiegend hyperaktiv/ impulsiv
  • Vorwiegend unaufmerksamen
  • In Kombination (hyperaktiv + unaufmerksam)

Andere Symptome, die sich bei ADHS entwickeln können sind:

  • Häufiges Ändern von Aktivitäten.
  • Leicht ablenkbar.
  • Häufiges Verlieren und Vergessen von Dingen.
  • Sind ungeduldig.
  • Haben Probleme beim Erledingen von Schul- oder Hausaufgaben.
  • Verschiedene andere Probleme.

 

Die genaue Ursache, die zur Entwicklung dieser Erkrankung führt, konnte noch nicht identifiziert werden, aber Forscher haben mehrere Faktoren entdeckt, die beweisen, dass in erster Linie eine genetische Störung vorliegt (ADHS hat eine Chance zur Vererbbarkeit von 76%). Des Weiteren können Umwelteinflüsse zur Entwicklung der Störung beitragen (Rauchen / Alkoholismus in der Schwangerschaft, Infektionen im zentralen System, zu früh geboren werden, Schädeltrauma, etc.)

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Wirkungen von Cannabinoiden

  • Verbesserung motorischer Funktionen
  • Neuroprotektiv
  • Verbesserung von Verhaltensstörungen
  • Hilfe zur Neurogenese

Zusammenfassung

Cannabinode haben eine neuroprotektive Wirkung und verbessern die motorischen Funktionen bei Menschen mit ADHS. Auch wenn noch mehr Forschung zu diesem Thema notwendig ist, gibt es bereits mehrere Studienergebnisse, die darauf hindeuten, dass Cannabinoide die neurologischen Fähigkeiten von Patienten verbessern können.

Cannabinoid-Behandlungen für ADHS

Diese Störung ist sehr komplex und es ist sehr wichtig sie früh in der Entwicklung zu erkennen, da es für Menschen mit ADHS sieben mal wahrscheinlicher ist andere psychiatrische oder Lernstörungen zu entwickeln. Dies passiert bei über 70% der Menschen mit ADHS. Zu den häufigsten Begleiterkrankungen, die entwickelt werden können zählen unter anderem: Stimmungsstörung, Lernstörungen, Schlafstörungen und Angstzustände [1].

Die Ergebnisse aus klinischen Studien im Zusammenhang mit dem Nutzen von Cannabinoiden auf ADHS deuten darauf hin, dass Cannabinoide eine neue alternative Behandlungsmöglichkeit bieten. Dies gilt vor allem für die motorische Kontrolle von ADHS-Patienten. Sonuga-Barke (2002) stellte in einer Studie fest: „Unsere Ergebnisse könnten hinsichtlich der Heterogenität der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, die beobachtet wurde, von besonderem Interesse sein und eine mögliche neue medikamentöse Therapie in Hinblick auf das Cannabinoid-System darstellen.“ [2] Außerdem deuten aktuelle Statistiken darauf hin, dass das Endocannabinoid-System zu einem gewissen Grad an der motorischen Impulsivität beteiligt ist. Zudem liefern die Statistiken weitere Beweise für die Existenz von verschiedenen Formen der Impulsivität, die pharmakologisch unterschieden werden können.

Darüber hinaus hat eine Studie des Instituts für Biologie an der Universität von William Paterson in den USA, die Pharmakogenetik, Neuropharmakologie und die Neurotoxikologie der Endocannabinoid-Rezeptoren im Gehirn genauer erforscht. Das Ziel dieser Untersuchungen war es, die potenziellen Vorteile von neuen Behandlungsmöglichkeiten für neurodegenerative Erkrankungen zu analysieren. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass „die neuropharmakologischen Eigenschaften und die Neuroprotektivität von Phytocannabinoiden im Zusammenhang mit dem Endocannabinoidsystem einen starken Nutzen für neurodegenerative Erkrankungen haben“. So zeigte sich nach der Behandlung mit Cannabinoiden ein geringeres Niveau an Neurotoxität. Die neuen Erkenntnisse über die biologischen Effekte von Cannabis und Cannabinoiden haben sich als viel reichhaltiger als bisherige Testergebnisse herausgestellt. Zudem haben sie viele grundlegende Fragen über die molekularen Mechanismen der Verhaltens- und biochemischen Veränderungen aufkommen lassen. [3]

Quellenverzeichnis für ADHS und Cannabinoide

[1]  Vivir con TDAH

[2] Department of Anatomy and Neurosciences, Research Institute Neurosciences Vrije Universiteit, Center for Neurogenomics and Cognitive Research, VU Medical Center, Van der Boechorststraat 7, Amsterdam, 1081 BT The Netherlands

[3] Department of Biology, William Paterson University, Wayne, New Jersey 07470, USA.

Verwendung von Cannabinoiden für
ADHS

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