Cannabinoide und Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung, die das Gehirn und das Rückenmark betrifft und schrittweise das zentrale Nervensystem degeneriert. Dieser Abbau des Nervensystems führt zu einem Verlust der motorischen Fähigkeiten und der Sehkraft, einer Schwächung der Muskulatur, chronischen Schmerzen, Störungen in den Harnwegen, Schlafstörungen, Spastiken und weiteren Beschwerden.

Cannabidiol (CBD) wird in der Zusatztherapie primär verwendet, um die Muskelkrämpfe der Patienten zu reduzieren, die durch die Krankheit hervorgerufen werden. Es ist allerdings ebenso erwiesen, dass Cannabinoide Schmerzen lindern, Schlafstörungen verbessern und eine Reihe weiterer Symptome der MS (z.B. Harninkontinenz) bekämpfen können.

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Vorteile von Cannabinoiden

  • Weniger Muskelkrämpfe
  • Neuroprotektiv
  • Analgetikum
  • Behandlungsmethode bei neuropathischen Schmerzen
  • Keine Einschränkung des kognitiven Fähigkeiten

Zusammenfassung

Cannabinoide sind dafür bekannt Krämpfe zu verringern und Schmerzen zu lindern. Daher können sie in der Behandlung von multipler Sklerose hilfreich sein, ohne dabei die kognitiven Fähigkeiten des Patienten zu beeinflussen.

Wie Cannabinoide mit Multipler Sklerose in Wechselwirkung treten

Obwohl MS in erster Linie als eine entzündliche Erkrankung betrachtet wird, haben die jüngsten Forschungsergebnisse die Bedeutung der neurodegenerativen Vorgänge hervorgehoben. In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, dass Cannabinoide, aufgrund ihrer zytoprotektiven Eigenschaften, dazu dienen können, das Absterben von Oligodendrozyten sowie axonale Schädigungen zu reduzieren.

Endocannabinoide haben immunsuppressive und entzündungshemmende Eigenschaften. Darüber hinaus unterstützen sie das Fortschreiten von T-Zellen des Immunsystems zu ihrem Th2-Phänotyp, was den Grad der Immunzerstörung bei betroffenen Patienten verringert [1].

Im Rahmen einer Studie der Universität Catania (Italien) wurde 1.534 MS-Patienten mit unterschiedlichen Symptomen medizinisches Cannabis in Form eines Sprays verabreicht. Von ihnen gaben 61,9% an, dass bestimmte Symptome, darunter Krämpfe und nächtliche Anfälle, nach dem ersten Behandlungsmonat geringer wurden [2].

Weitere häufige Merkmale der Krankheit sind die Abnahme kognitiver Fähigkeiten und die Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit. Hierbei handelt es sich um eine Folge der Einnahme starker Antidepressiva und Spasmolytika, die zur Behandlung der Krankheit eingesetzt werden. Laut dem amerikanischen „Consortium of Multiple Sclerosis Centers“ (CMSC) und dessen Studie “Komplementäre und alternative Medizin: Umstrittene und unkonventionelle Therapien” sind die negativen Auswirkungen, die medizinisches Cannabis auf die kognitiven Fähigkeiten hat, deutlich geringer als die Auswirkungen herkömmlicher Medikamente gegen MS.­­ [3]

Verwendung von Cannabinoiden für
Multiple Sklerose

MEHR INFORMATIONEN

Quellenverzeichnis für Multiple Sklerose und Cannabinoide

[1]Matsuda LA, Lolait SJ, Brownstein MJ, et al. Structure of a cannabinoid receptor and functional expression of the cloned cDNA. Nature. 1990;346:561–4. [PubMed]

[2] Patti, F. Health Authorities Data Collection of THC:CBD Oromucosal Spray (L’Agenzia Italiana del Farmaco Web Registry): Figures after 1.5 Years. Eur Neurol. 2016 [PubMed]

[3] John P. Zajicek, Vicentiu I. Apostu. Role of Cannabinoids in Multiple Sclerosis. CNS Drugs, 2011, Volume 25, Number 3, Page 187

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