Die Chemotherapie ist vielleicht eine der häufigsten Therapien gegen Krebs. Sie wird häufig in Verbindung mit anderen Therapien wie z. B. Operationen eingesetzt. Das Hauptziel ist die Heilung oder zumindest die Minderung der Symptome durch Verringerung der Tumorgröße oder durch Stoppen der Ausbreitung von Krebszellen im Körper. Leider hat sie oft unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen.

Es wird geschätzt, dass etwa 50% der Patienten Übelkeit oder Erbrechen haben werden, entweder durch die Krankheit selbst oder durch die Krebsmedikamente. Außerdem wurde festgestellt, dass Patienten vor einer Chemotherapie Dosis, die auch als antizipatorisches CINV bezeichnet wird, dieselben schlechten Gefühle erleben, die auf eine psychologische Ätiologie zurückzuführen sind. Es gibt bereits eine große Anzahl von Medikamenten gegen Übelkeit und Erbrechen, die das Problem unter Kontrolle halten wollen. Manchmal sind sie jedoch nicht stark genug, weshalb Alternativen erforderlich sind. In diesem Artikel werden die derzeit für CINV verfügbaren Verschreibungen sowie die Vorteile der Cannabinoid-Optionen beschrieben.

Bedingung

Antineoplastische Mittel wirken durch den Angriff auf schnell wachsende Zellen, sowohl Krebszellen als auch gesunde. Normales Gewebe können Haarfollikel sein (Verursachung von Haarausfall) sowie Zellen, die den Mund, den Magen und den Darm auskleiden. Im Allgemeinen verzögern Menschen deshalb die weitere Dosierung aus Angst, sich CINV zu stellen.

Aktuelle Behandlungsschemata

Während der Chemotherapie wird Serotonin im Gastrointestinaltrakt freigesetzt. Dieses Serotonin kann sich dann an 5-HT3-Rezeptoren (im peripheren und zentralen Nervensystem) binden und gilt als eine der Ursachen für Übelkeit und Erbrechen. Bei der klassischen Behandlung werden 5-HT3-Rezeptorantagonisten eingesetzt, die die Bindung selbst hemmen. Diese Form des Antiemetikums hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, funktioniert jedoch nicht für jeden und kann in einigen Fällen Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit, Übelkeit und Schwindel verursachen.

Aus diesem Grund haben Forscher begonnen, Cannabinoide zu untersuchen. In den USA wurden bisher zwei Formen synthetischer Cannabinoide, Dronabinol und Nabilon, für CINV zugelassen. Bei beiden handelt es sich um künstlich hergestellte Variationen von Tetrahydrocannabinol (eine der aktiven Komponenten, die natürlicherweise in der Cannabis-Pflanze produziert wird). Diese werden normalerweise dem Patienten gegeben, falls er nicht auf die herkömmliche Medikation angesprochen hat.

Forschung

Es ist bekannt, dass Cannabinoide wie Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) Übelkeit und Erbrechen unterdrücken. In der Tat war eine der ersten dokumentierten medizinischen Anwendungen von THC CINV (in den 1970er Jahren). Seit dieser Schlussfolgerung wurden immer mehr Studien durchgeführt, um herauszufinden, ob die Cannabinoidmechanismen oder das Endocannabinoid-System einen Einfluss auf die Krankheit haben können.

Wenn ein Cannabinoid in den menschlichen Körper verabreicht wird, bindet es an dessen Rezeptoren (Teile des Endocannabinoid-Systems), welche unter anderem als Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1) und Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2) bezeichnet werden. Diese Rezeptoren befinden sich im zentralen Nervensystem, im Immunsystem, im Gastrointestinaltrakt und auch im emetischen Reflexionsweg. Es versteht sich daher, dass Cannabinoide wirken, indem sie die Wechselwirkung zwischen Serotonin und seinem Rezeptor hemmen. Ein Artikel (Erbrechen wurde mit CB1-Rezeptorantagonist Cisplatin induziert) über Tiermodelle zeigte, dass THC äußerst wirksam bei der Verringerung von Erbrechen ist. Diese Ergebnisse spiegelten die Ergebnisse einer ähnlichen Studie mit Menschen wider. Außerdem wurde beobachtet, dass die Verabreichung von CBD in dosisabhängiger Weise auch dazu beiträgt, die Reaktion auf Cisplatin zu verringern.

Die Behandlung von CINV mit Cannabinoiden wird immer noch als ziemlich umstritten angesehen, möglicherweise weil viele Ärzte über ihre Wirkung nicht gut informiert sind. Für viele ist dies jedoch die einzige Hoffnung, wenn herkömmliche Lösungen versagen. THC und CBD reduzieren nicht nur Übelkeit oder Erbrechen durch antineoplastische Mittel, sondern steigern auch den Appetit, die Schlafgewohnheiten und die Schmerzlinderung. Da sich immer mehr Menschen für diese Art der Behandlung entscheiden, wird immer mehr erforscht, um alle Vorteile von Cannabinoiden zu untersuchen.

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