Cannabinoide und Depression

Depression ist eine psychische Erkrankung, bei der es zu vorübergehenden oder dauerhaften Stimmungsstörungen kommt. Typische Symptome von Depression sind der Verlust von Freude und/ oder dem fehlenden Interesse an alltäglichen Dingen und Ereignissen (Anhedonie). Andere Symptome, die häufig im Bereich der Krankheit auftreten, können Angst, Stress, Magersucht, Schlaflosigkeit, psychomotorische Probleme und kognitives Versagen sein.

Obwohl mehr als 350 Millionen Menschen weltweit von Depressionen betroffen sind, sind die genauen Ursachen der Krankheit noch unbekannt. Im kritischen Zustand kann die Krankheit zu Selbstmord führen. Durch Depressionen hervorgerufener Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei jungen Leuten in der Altersgruppe von 15 bis 29 Jahren.

Bei Depressionen kommt es zu Veränderung bestimmter physiologischer Funktionen. Beispielsweise gibt es Veränderungen bezüglich der Magnetresonanzbildgebung im Gehirn. Dies bedeutet, dass es bei Betroffenen zu einem Ungleichgewicht bei der Aktivierung bestimmter Hirnareale kommt. Es scheint, dass die Bereiche, die für Stimmung, Verhalten, Denken und Appetit zuständig sind, nicht mehr normal funktionieren. Außerdem wird die Ausschüttung wichtiger Neurotransmitter und anderer chemischer Substanzen, welche für ein reibungsloses Funktionieren des Gehirns notwendig sind, aus dem Gleichgewicht gebracht. Dies beeinflusst unser Gehirn auf zellulärer Ebene, da die Zellen nicht mehr normal miteinander kommunizieren können.

Die Aktivierung des Endocannabinoidsystems spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation von Stimmungsstörungen oder Depressionen. Aufgrund dieser Tatsache, wurden die möglichen Wirkungen von Cannabinoiden auf Menschen und Tiere mit Depressionen mehrfach untersucht.

Wirkungen von Cannabinoiden

  • Anxiolytisch
  • Helfen dem Endocannabinoid-System
  • Antidepressivum

Zusammenfassung

Die antidepressive Wirkung von Cannabinoiden und ihre Unterstützung im Endocannabinoid-System sind Schlüsselelemente, um Ergebnisse bei Menschen mit depressiven Symptomen wie Stress, Angst und Schlaflosigkeit zu erzielen.

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Die Wirkung von Cannabinoiden zur Linderung einiger Symptome von Depressionen

Studien von Mangieri R. (2008), zeigten, dass Nagetiere, die an Depressionen litten, einen veränderten Spiegel endogener Cannabinoide und Cannabinoid-CB1-Rezeptoren aufwiesen. Aufgrund dessen kamen die Autoren der Studie zu der Schlussfolgerung, dass das Endocannabinoidsystem möglicherweise Einfluss auf die Entstehung von Depressionen hat. Darüber hinaus trat eine Verbesserung der mit der Krankheit verbundenen Symptome ein, wenn die Signalisierung des Cannabinoidrezeptors verbessert wurde. [1]

Anderseits betrachtet Jiang W (2005) Cannabinoide als das einzige illegale Medikament, das nach chronischer Verabreichung dazu imstande ist, die Neurogenese im Hippocampus zu fördern. Diese Zunahme der Neurogenese scheint mit den anxiolytisch-antidepressiven Wirkungen von Cannabinoiden zusammenzuhängen. [2]

Wenn die Behandlung einer Depression bereits im Gange ist und weitere Hilfe in komplementärer Weise gesucht wird, können Cannabinoide verwendet werden, um einige der für Depressionen charakteristischen Symptome, wie beispielsweise Angst, Stress, Appetitlosigkeit oder Schlaflosigkeit, zu lindern.

Obwohl noch vieles zu diesem Thema unerforscht ist, scheinen die Eigenschaften von Cannabinoiden eine interessante Alternative zu sein, um zukünftig Therapien für bestimmte Arten von Depressionen zu entwickeln.

Quellenverzeichnis für Depression

[1] Animal research highlights a therapeutic potential of cannabinoids for the treatment of depression. Regina A. Mangieri Department of Pharmacology, The University of Texas at Austin, Austin, TX 78712, USA. Cannabinoids 2008;3(2):4-7

[2] Wen Jiang, Yun Zhang, Lan Xiao, Jamie Van Cleemput, Shao-Ping Ji, Guang Bai, Xia Zhang. Cannabinoids promote embryonic and adult hippocampus neurogenesis and produce anxiolytic- and antidepressant-like effects.

Verwendung von Cannabinoiden für
Depression

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